Häufig gestellte Fragen

  • Es ist rechtlich geregelt, in welchen Fällen Du einen Verteidiger zur Seiten gestellt bekommst: Zum Beispiel: <o:p></o:p>
    • wenn es um einen schwerwiegenderen Tatvorwurf geht, <o:p></o:p>
    •  Du bereits in U-Haft sitzt<o:p></o:p>
    •  oder unter einer Bewährung stehst. <o:p></o:p>

In diesen Fällen bestellt das Gericht einen Pflichtverteidiger und Du musst nichts weiter tun. In den übrigen Verfahren musst Du selbst entscheiden, ob Du einen Rechtsbeistand willst. Häufig fühlt man sich sicherer mit einem Anwalt an der Seite. Allerdings muss man die Kosten selbst tragen, außer bei einem Freispruch.
Unabhängig vom Anwalt, muss das Gericht ein gerechtes Urteil finden.<o:p></o:p>

  • Das Beratungsangebot der Jugendhilfe im Strafverfahren ist freiwillig. Es entstehen keine Nachteile, wenn Du nicht zum Gespräch kommst. Allerdings sind die Informationen der Jugendhilfe im Strafverfahren wichtig für das Jugendgericht. Die Jugendhilfe im Strafverfahren berät das Jugendgericht bei der Einschätzung deiner Lebenssituation und bringt pädagogisch sinnvolle Vorschläge zur Beendigung des Verfahrens ein.
    Die Teilnahme an der Beratung ist keine Pflicht, aber es ist meistens von Vorteil für Dich.<o:p></o:p>
  • Die meisten Jugendlichen und Heranwachsenden gehen zur Schule, machen eine Ausbildung oder sind berufstätig. Deswegen sollen aber keine Nachteile entstehen. Nimm am besten Kontakt zum der Jugendhilfe im Strafverfahren in deinem Jugendamt auf. Gemeinsam finden sie mit dir eine Lösung. <o:p></o:p>
  • Jugendkriminalität betrifft viele junge Menschen und ist häufig von kurzer Dauer. In vielen Fällen zeigen sich junge Menschen vom Erwischt werden, dem Kontakt mit der Polizei, den Erziehungsgesprächen mit den Eltern und einer möglichen Gerichtsverhandlung nachhaltig beeindruckt. Es kann sich aber auch um Anzeichen einer komplexen Problemlage handeln. In beiden Fällen sollten Sie die Situation weder herunterspielen noch dramatisieren. Haben Sie zum erzieherischen Umgang mit der Situation Fragen, nutzen Sie die Beratung der Jugendhilfe im Strafverfahren.<o:p></o:p>
  • Im Jugendstrafrecht steht der Erziehungsgedanke im Vordergrund. Das Jugendgericht will Jugendlichen oder Heranwachsenden die berufliche Zukunft nicht erschweren. Im Führungszeugnis stehen Verurteilungen erst ab 6 Monaten Haft. Allerdings auch wenn sie zur Bewährung ausgesprochen werden. Ansonsten musst Du keinem erzählen, dass du beim Jugendgericht warst. Hingegen enthält das Erziehungsregister alle Eintragungen. Zugriff darauf haben Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht. Allerdings wird in der Regel das Erziehungsregister mit der Vollendung des 24. Lebensjahren gelöscht.<o:p></o:p>
  • Das ist nicht immer der Fall. Zuerst prüft die Staatsanwaltschaft den Vorgang und entscheidet, ob eine Anklage erhoben wird. So kann zum Beispiel eine Einstellung ohne Maßnahme erfolgen. Bekommst Du eine Anklage, dann kommt es in der Regel zu einer Gerichtsverhandlung.<o:p></o:p>
  • Bist Du unter 18 Jahre alt und wirst angeklagt, so ist die Öffentlichkeit, wie zum Beispiel Zuschauer und Presse, von der Gerichtsverhandlung ausgeschlossen. Deine Eltern dürfen dennoch dabei sein.<o:p></o:p>
  • Bist Du 18 Jahre oder älter und wirst angeklagt, ist die Öffentlichkeit zugelassen. Dies bedeutet, dass die Presse über die Gerichtsverhandlung berichten kann. Allerdings dürfen bei der Berichterstattung keine Namen stehen.<o:p></o:p>
  • Sollte ein Mitangeklagter 18 Jahre oder älter sein, ist grundsätzlich die Gerichtsverhandlung öffentlich. In begründeten Ausnahmefällen kann das Gericht auch bei jungen Volljährigen die Öffentlichkeit ausschließen. Dies sollte mit der Jugendhilfe im Strafverfahren und gegebenenfalls dem Rechtsanwalt besprochen werden.<o:p></o:p>
  • Bist Du Schülerin oder Schüler, verfügst Du über kein eigenes Geld oder wirst Du freigesprochen, trägt der Staat die Verfahrenskosten. Bist Du in Ausbildung oder hast eigenes Geld, kann es sein, dass Du die Verfahrenskosten tragen musst.<o:p></o:p>